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Welche Farben brauchst du für deine Armee? Farbpläne für Space Marines, Orks, Necrons & Co.
Welche Farben brauchst du für deine Armee? Farbpläne für Space Marines, Orks, Necrons & Co.
Kurz gesagt: Für eine Armee brauchst du vier bis sechs Farben, nicht vierzig: eine Grundierung, zwei bis drei Hauptfarben, ein Metall und einen Shade. Für Ultramarines sind das Macragge Blue, Leadbelcher, Retributor Armour und Nuln Oil. Für Necrons reichen sogar zwei: Leadbelcher und Nuln Oil. Wer gar nicht wählen will, nimmt ein fertiges Fraktions-Farbset.
Die häufigste Frage an unserer Farbwand ist nicht „wie male ich das", sondern „was davon brauche ich überhaupt". Verständlich, bei über dreihundert Töpfchen. Die gute Nachricht: Fast jede Armee läuft auf dieselbe kleine Formel hinaus, und die kostet weniger, als die meisten befürchten.
Wie viele Farben brauchst du wirklich?
Vier bis sechs. Eine Grundierung als Untergrund, zwei bis drei Hauptfarben für Rüstung, Stoff und Haut, ein Metall für Waffen und Beschläge, und ein Shade, der alles zusammenzieht. Der Shade ist dabei der Trick: Er läuft von selbst in die Vertiefungen und lässt eine flach bemalte Miniatur nach Schattenwurf aussehen. Ohne ihn wirkt alles wie Spielzeug, mit ihm wie ein Modell.
Was du am Anfang nicht brauchst: Highlight-Töne, Technical-Farben, Airbrush-Zubehör. Die holst du dir, wenn du merkst, dass du sie vermisst. Nicht vorher.
Die Farbpläne je Fraktion
Jeder Plan unten reicht für eine komplette Starter-Armee. Die Reihenfolge ist immer dieselbe: grundieren, Hauptfarben auftragen, Metall, dann Shade über alles.
Space Marines (Ultramarines)
Das klassische Blau kommt aus einem einzigen Topf: Macragge Blue deckt auf schwarzer Grundierung in zwei dünnen Schichten. Dazu Leadbelcher für Bolter und Beschläge, Retributor Armour für die goldenen Ordensabzeichen und zum Schluss Nuln Oil über die Metallteile. Vier Töpfe, eine ganze Armee. Für andere Orden tauschst du nur das Blau gegen deine Ordensfarbe.
Blood Angels
Statt Blau nimmst du Mephiston Red, der Rest bleibt gleich: Leadbelcher, Retributor Armour, Nuln Oil. Ehrliche Warnung aus der Bemalecke: Rot deckt auf Schwarz schlechter als Blau. Plane eine Schicht mehr ein, oder grundiere hell.
Necrons
Die schnellste Armee im ganzen Sortiment, und der Grund, warum wir sie Einsteigern so oft empfehlen. Du brauchst zwei Farben: Leadbelcher über die komplette Miniatur, dann Nuln Oil darüber. Fertig. Wer will, setzt später grüne Akzente an die Waffen, aber spielfertig ist der Necron nach zwei Arbeitsgängen.
Orks
Orks verzeihen mehr als jede andere Armee, weil bei ihnen sowieso nichts sauber aussehen soll. Wenn du dir das Zusammensuchen sparen willst: Das Orks Combat Patrol Paint Set enthält die passenden Töne im Bündel. Für den Schrott an Waffen und Fahrzeugen brauchst du zusätzlich nur Leadbelcher und einen Shade.
Death Guard
Hier spart die Grundierung die halbe Arbeit: Das Spray Death Guard Green ist zugleich Grundierung und Hauptfarbe. Danach nur noch Metall an Waffen und Rohre, dann grosszügig Nuln Oil in alle Vertiefungen. Dass es dreckig wird, ist bei Nurgle keine Panne, sondern die Anforderung.
Stormcast Eternals (Age of Sigmar)
Gold auf blau, und Gold ist einfacher, als es aussieht: Retributor Armour deckt in einer Schicht, der Shade macht den Rest. Wer das Bündel will, nimmt das Stormcast-Eternals-Farbset mit Miniatur und Farben in einer Packung.
Welche Grundierung passt zu welcher Farbe?
Faustregel: dunkle Armee, dunkle Grundierung. Helle Armee, helle Grundierung. Für Space Marines, Necrons und Death Guard nimmst du Chaos Black. Für alles Helle, Knochenfarbene oder Rote fährst du mit Wraithbone oder Grey Seer deutlich besser, weil die Farbe darauf mit einer Schicht auskommt.
Ohne Grundierung geht es nicht. Primer gibt der Farbe Halt auf Plastik. Ohne ihn blättert die Bemalung beim Anfassen ab, und angefasst wird eine Spielminiatur ständig. Die ganze Auswahl steht unter Primer & Grundierung.
Fertiges Set oder Einzelfarben?
Einzelfarben sind günstiger, wenn du weisst, was du willst. Ein Set ist besser, wenn du es nicht weisst. Für den Einstieg ohne Vorwissen ist das Speedpaint Starter Set 2.0 die entspannteste Lösung, weil Ein-Schicht-Farben Fehler verzeihen. Wer lieber klassisch malt, nimmt das Warpaints Fanatic Starter Set. Und zwei Pinsel brauchst du in jedem Fall: einen Medium Base Brush für Flächen und einen Medium Layer Pinsel für alles Kleine.
Was das kostet, Stand August 2026: Vier Einzelfarben liegen zusammen bei rund 14 Euro, eine Spraydose bei 14 bis 18 Euro, zwei Pinsel bei rund 14 Euro. Ein Starter-Farbset kostet je nach Marke etwa 29 bis 34 Euro. Alle aktuellen Preise stehen jeweils auf der Produktseite.
Häufige Fragen
Kann ich Citadel und The Army Painter mischen?
Ja. Alle genannten Farben sind wasserbasiert und vertragen sich problemlos auf derselben Miniatur. Die meisten Hobbyisten mischen ohnehin, je nachdem, welcher Ton gerade passt.
Wie lange reicht ein Topf?
Deutlich länger, als du denkst. Ein Standardtopf reicht für eine Armee von dreissig bis vierzig Modellen, oft für zwei. Nachkaufen musst du erfahrungsgemäss zuerst den Shade und die Grundierung.
Muss ich die Farbe verdünnen?
Bei Base-Farben ja, ein Tropfen Wasser auf der Palette reicht. Unverdünnt legt sich die Farbe wie eine Decke über die Details und schluckt genau die Gravuren, für die du die Miniatur gekauft hast. Shades und Ein-Schicht-Farben werden nicht verdünnt.
Was, wenn mir das Ergebnis nicht gefällt?
Dann malst du drüber. Miniaturen lassen sich mehrfach übermalen, und die erste Armee sieht bei allen so aus wie eine erste Armee. Bring sie trotzdem mit in den Laden, wir sagen dir, an welcher einen Stelle der grösste Sprung liegt.
Bereit für die erste Farbe?
Such dir deine Fraktion aus, nimm den passenden Plan von oben und hol dir die vier Töpfe. Das komplette Sortiment findest du unter Citadel Farben, Speedpaint und Warpaints Fanatic. Und wenn du unsicher bist, welche Töne zu deiner Fraktion passen: Komm im Laden in Bad Endorf vorbei, wir stellen dir das am Regal zusammen.
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